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Was muss geschehen, bis ein Mensch sagt „So will ich nicht
weiter leben“? Meine Gewohnheiten zu ändern ist
leichter gesagt als getan. Manchmal nehmen wir uns vor, uns zu
ändern, und doch bleibt es oft nur bei guten
Vorsätzen. Ein anderer Mensch zu werden ist Christen wichtig.
Schon der Begriff Christ erinnert uns ständig daran. Manchmal
denken wir, „ein neues Jahr hat begonnen, doch alles bleibt
beim Alten“? Das ist eine Lüge. Niemand bleibt, wie
er ist. Als Christen sollen wir vertrauensvoll daran festhalten: Gott
will uns erneuern!
Ein beeindruckendes Beispiel für positive Veränderung
ist die Engländerin Florence Nightingale
(1820-1910). Obwohl sie eine reiche Frau war, folgte sie in der Mitte
des 19. Jahrhunderts dem Ruf Gottes in die schwierige Arbeit in
Kriegslazaretten. In dem unbeschreiblichen Elend und Leid wurde sie zum
Lichtstrahl der Soldaten. Sie setzte sich mit ihrer ganzen Kraft
für die Verwundeten und Sterbenden ein. Und wo sie auftauchte,
war die Atmosphäre verändert. „Sie hebt
unsere Moral,“ erklärte ein alter Soldat.
„Die Offiziere lernen, ihre Untergebenen nicht mehr wie
Tiere, sondern wie Menschen zu behandeln. Durch ihr feines
Taktgefühl gibt Florence Nightingale jedem seine
Würde und Selbstachtung wieder.“ Ihr Wirken und ihre
Anwesenheit hatte eine positiv verändernde Wirkung.
Paulus: Was Jesus
wirklich von uns erwartet, habt ihr gehört und auch
verstanden: (...)Gottes Geist will euch mit einer völlig neuen
Gesinnung erfüllen. Eph 4,21+23 Die Gegenwart des
auferstandenen Herrn Jesus Christus in uns und unter uns soll eine
positiv verändernde Wirkung haben. Durch den Glauben an Jesus
sind wir neue Menschen! Darum soll unser Denken, Fühlen,
Wollen, und Reden erneuert werden durch Jesus Christus, damit unser
neues Wesen sichtbar wird. Weil Jesus in unser Leben gekommen ist, wird
uns an bestimmten Punkten bewußt: „So will ich
nicht weiter leben! So will ich nicht mehr denken! So will ich nicht
mehr reden!“ Weil ich in meinem Herzen fest glaube:
„Jesus starb für mich, um mich zu erlösen.
Er will mich auch von Gewohnheiten und Denkmustern
erlösen,“ darum spreche ich mit dem Psalmbeter Ich habe mir vorgenommen: Ich will
mich hüten, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge.
Ps 39,2 Gott hat uns durch Jesus zu seinen Kindern gemacht. Wir sind
Königskinder! Jesus hat unserem Leben als Kinder Gottes eine
neue Richtung und ein neues Verlangen gegeben. Betet für uns! Wir
haben ein gutes Gewissen, denn wir wollen
in jeder Weise ein Leben führen, das Gott gefällt.
Hebr 13,18 Paulus schreibt an die Christen in Ephesus Durch Christus ist es licht und
hell in euch geworden. Darum lebt nun auch wie Kinder des Lichts! Ein
solches Leben führt zu aufrichtiger Liebe, Gerechtigkeit und
Wahrheit. Eph 5,8f Lebt wie Kinder des Lichts!
In dem ganzen Abschnitt Eph 4,17-32 zeigt Paulus: Im Leben eines
Christen sind zwei große, gegensätzliche
Entwicklungen möglich: 1) der „alte
Mensch“ will uns durch Begierden und Leidenschaften zugrunde
richten. Zu diesen Impulsen sollen wir Nein sagen; hier müssen
wir gegensteuern und Widerstand leisten! 2) der „neue
Mensch“ will in uns Gestalt gewinnen – den sollen
wir anziehen, d.h. neue Sichtweisen, Denkmuster,
Charakterzüge, Verhaltensweisen lernen und leben.
1. Legt das ab, was euch und andere
zugrunde richtet.. 4,25-32
Ihr sollt
euch von eurem alten Leben, dem »alten Menschen«
mit all seinen trügerischen Leidenschaften, endgültig
trennen und euch nicht länger selbst zerstören.
Eph 4,22 (Hoffnung für alle) Wer im Vertrauen auf das Fleisch
sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber im Vertrauen
auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.
Gal 6,8 Als ich einmal mit Geschwistern zu einer Klausur in einem
Freizeitheim war, übernachtete ich in einem Raum, in dem es
unangenehm roch. „Na ja,“ dachte ich,
„das wird dich nicht umbringen.“ Doch ich konnte
nicht schlafen. Mir wurde übel. Ich hatte Magenschmerzen. Ich
dachte, es sei ein Magenvirus. Doch es war der giftige Dampf von einem
Lösungsmittel, den ich einatmete, und der mich krank machte.
Ich atmete ein Gift ein. Und es gibt – Krimileser wissen das
– Gifte, die spürt und schmeckt man nicht, die
wirken nicht sofort, aber nachhaltig und gefährlich und
irgendwann dann tödlich.
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Das Wesen des alten Menschen ist Gift! Wenn wir seinen Impulsen folgen,
dann vergiften wir uns selbst und andere. Damit sind Denkmuster und
Verhaltensweisen gemeint, die uns zugrunde richten! Einige
erwähnt Paulus in Eph
4,25-32 und sagt: „Legt das ab! Hört
auf damit! Sagt Nein dazu!“
1)
Gift der Lügen Belügt euch also nicht
länger, Oder Deshalb legt die Lüge ab... V.25
(vgl. Kol 3,9-10) Lüge ist für uns ein vertrautes und
bequemes Kleidungsstück. Unehrlichkeit gehört zum
Wesen des alten Menschen. Umfassend sagt die Bibel Alle Menschen sind
Lügner. Röm 3,4 Darum sollten wir
regelmäßig beten „Herr, ich will nicht
mehr lügen. Bitte hilf mir, ehrlich zu sein.“ Wer
lügt, zerstört Vertrauen und damit die Grundlage
für Gemeinschaft! Wer lügt vergiftet Beziehungen,
Freundschaften, Familien, Ehen! Für uns als Glieder der
Gemeinde Jesu und als geistliche Gemeinschaft ist Lüge ein
Gift. Ich fragte den Herrn: Wo sind wir versucht, unehrlich zu sein?
(1) Im Selbstgespräch; im Für-wahr-halten falscher
Gedanken; in unserem Denken über uns selbst: wir
lügen, wenn wir uns verurteilen, obwohl Gott uns nicht
verurteilt; wenn wir meinen, wir seien nicht wertvoll, obwohl wir
für Gott sehr wertvoll sind; wir lügen, wenn wir
unseren Wert von unserer Leistung, unserem Aussehen oder unserem Wissen
abhängig machen.
(2) Wir belügen uns und andere, wenn wir so tun als ob
zwischen uns und anderen alles bereinigt sei, obwohl wir das
klärende, versöhnende Gespräch nicht gesucht
haben. Wir lügen, wenn wir eine Einheit und Verbundenheit
vorgeben, die es nicht gibt. Wo bist du versucht, zu lügen?
Als Christen sollen wir darauf achten,
was wir denken und sagen: Es
heißt doch in der Heiligen Schrift: »Wer sich am
Leben freuen und gute Tage erleben will, der achte auf das, was er
sagt. Keine Lüge, kein gemeines Wort soll über seine
Lippen kommen. 1. Petr 3,10 Lüge soll in keiner
Form unter uns Raum haben. Zur Erneuerung gehört ein
entschiedenes Nein zur Unehrlichkeit. In einem Ehebuch fand ich
folgendes Eingangszitat: „Ich
liebe dich. Wenn ich dich liebe, muss ich dir die Wahrheit sagen. Ich
möchte Liebe von dir. Ich möchte Wahrheit von dir.
Sag mir die Wahrheit, wenn du mich liebst.“
(David Augsburger, Sag
mir die Wahrheit, wenn du mich liebst)
2)
Gift des Zorns In Eph 4,26 steht in der
Übersetzung Gute Nachricht Versündigt euch nicht,
wenn ihr in Zorn geratet! Zorn ist ein heftiger
Gefühlseinbruch in das Gemüt. Zorn ist wie ein
Autofahrer, der mit Vollgas aus einer Parkbuch zwischen zwei Autos
hinaus fahren will. Diese Wallungen und Bewegungen des menschlichen
Herzen haben ihren Ursprung in dem alten, natürlichen Wesen
des Menschen – im Fleisch, wie das NT sagt. Zorn
erfüllt den ganzen Menschen und will ihn bestimmen. Zorn
verleitet schnell zu Streit und Hader und reizt man den Zorn, dann
gibt es Streit! Spr 30,33 Zorn ist im Buch
Sprichwörter eine Eigenschaft der Narren und
Dummköpfe Wenn ein Dummkopf gekränkt wird, zeigt er
seinen Ärger sofort; Kluge beherrschen ihre Gefühle.
Spr 12,16 Klugheit macht den Mann langsam zum Zorn, und es ist seine
Ehre, dass er Verfehlung übersehen kann. 19,11 Ein Mann, der
seinen Zorn nicht zurückhalten kann, ist wie eine offene Stadt
ohne Mauern. 25,28
Zorn führt zu einem Kontrollverlust. Jesus sagt Ich aber sage
euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts
schuldig; Mt 5,22 Ein Gebet soll nie im Zorn gesprochen werden (1 Tim
2,8) Ganz allgemein gilt Denkt daran, liebe Brüder: Seid immer
sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt
genau, bevor ihr selbst redet. Und hütet euch vor
unkontrolliertem Zorn! Denn im Zorn tun wir niemals, was Gott
gefällt. Jak 1,19 Der Zorn hat nur ein sehr begrenztes Recht.
Es gibt Dinge, die machen uns zornig – manchmal auch mit
Recht. Doch Paulus rät uns „Wenn ihr wirklich einmal
erzürnt seid, dann legt den Zorn so schnell es geht wieder ab.
Achtet darauf, dass ihr ihn überwindet, sonst
überwindet er euch.“ Wie der Prophet Jona von Gott
gefragt wurde, sollten wir uns fragen (Jona 4,4) Meinst du, dass du mit
Recht zürnst?
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