Würdest du sagen, „Ich kenne Gott?“
Gibt es Hinweise in deinem Leben, dass du Gott mit Ehrfurcht
begegnest? Weil wir nun wissen, dass der Herr zu fürchten
ist, suchen wir Menschen zu gewinnen; aber vor Gott sind wir
offenbar. 2Kor 5,11„Wenn du die Furcht und das Zittern,
das Staunen und das Wundern nicht kennst, so meine nicht, dass du
Gott kennst.“ (Martin Luther)
Wer noch nie vor dem heiligen
Gott erschrocken ist, der kennt ihn noch nicht. Denn wenn Gott zu
einem Menschen spricht, dann kann ihn das tief erschüttern.
Wollen wir Gott wirklich kennenlernen, dann müssen wir ihn ernst
nehmen. Das hat David besonders in Zeiten der Not und in Krisen
erfahren. Da hat er Gott wirklich kennen gelernt: Ps 34,5-8 Nach
diesem Psalm sind Gläubige die auf ihn sehen
(V.6); die ihn fürchten (V.8+10); die auf ihn
vertrauen (V.9+23); die zerbrochenen Herzens sind und ein
zerschlagenes Gemüt haben (V.19).
Wer nimmt heute Gott wirklich ernst?
Ist unsere Zeit nicht sehr stark von einem Verlust der Ehrfurcht vor Gott
geprägt?! Kannst du ehrlich sagen, dass du Gott ehrfürchtest,
d.h. ihn ernst nimmst? In Psalm 34 lädt David ein: Kommt,
junge Leute, hört mir zu! Ich will euch sagen, was es heißt,
Gott ernst zu nehmen und mit ihm zu leben: Wollt ihr von eurem Leben
etwas haben und möglichst lange glücklich sein? Ps
34,12f Wenn wir mit Gott leben wollen, dann ist das nur möglich,
wenn wir Gott ernst nehmen. Sehr, sehr oft lesen wir in der Bibel,
dass ein Mensch nur dann mit Gott eine Beziehung haben kann, wenn er
ihn ernst nimmt. Das gipfelt in dem Gebot Alle Welt fürchte
den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnt.
Ps 33,8 Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn!
Ps 67,8 Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es fürchte
ihn alle Welt! Ps 96,9 Doch in besonderer Weise gilt diese
Aufforderung uns, die wir zum persönlichen Glauben an Gott
gefunden haben.
1.
Was ist damit gemeint, Gott zu fürchten?
B. Graham sagt: Ich kenne viele Leute, die an dem Gedanken „Gott zu fürchten“,
Anstoß nehmen. „Furcht“ ist keine lähmende
Angst, sondern ein gesunder Respekt, eben Ehr-Furcht. Die ganze Bibel
spricht von der Furcht des Herrn. Wenn wir an diesen Stellen „eine
tiefe Ehrfurcht haben“ einsetzen, dann kommen wir dem
Verständnis der eigentlichen Bedeutung des Wortes schon nah. Das
Problem besteht nicht darin, daß die Hölle existiert, denn
sie muß existieren, wenn Gott heilig ist und wir zwischen der
biblischen Bedeutung von Gut und Böse unterscheiden. Das Problem
besteht darin, dass die Menschen nicht verstehen, wie böse die
Sünde in den Augen des absolut heiligen Gottes ist. ... Sünde
bedeutet ewige Trennung von Gott und kann nur durch das absolut
höchste Opfer vergeben werden, nämlich durch den Tod des
Sohnes Gottes am Kreuz.'
Weil wir nun wissen, dass der Herr zu fürchten
ist, darum suchen wir Menschen zu gewinnen. 2 Kor 5,11
Wirkliche Ehrfurcht vor Gott ist eine starke Motivation! Das
Menschen nach dem göttlichen Gericht ewig die Verdammnis in der
Hölle leiden - davon war Jesus überzeugt. Bist du auch
davon überzeugt? Gottesfurcht meint das Erschauern vor der
heiligen Gegenwart Gottes. Mit Gottesfurcht ist die Scheu vor der
Heiligkeit Gottes gemeint. Ehrfurcht geht Hand in Hand mit dem Wissen
und dem Bewusstsein: Hier ist Abstand nötig und geboten.
Als
meine Schwester mich in Dallas, Texas, besuchte, wurde sie von einem
Freund in sein Büro eingeladen. Das befand sich ganz oben in
einem der Wolkenkratzer. Die Wände dieses Gebäudes
bestanden aus getöntem Glas. Dort oben wagte meine Schwester es
nicht, ans Glas zu treten und nach unten zu schauen. Sie blieb in
einer Entfernung von ca. 2 Metern stehen – aus Ehrfurcht und
Respekt vor der Tiefe.
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2.
Wer Gott ernst nimmt, der hat das gelernt.
Ps 34,12
Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht des HERRN lehren. Ps 34,12 (Luther)
Versammle
das Volk, ..., damit sie es hören und lernen und den HERRN,
euren Gott, fürchten und alle Worte dieses Gesetzes halten und
tun und dass ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hören und
lernen, den HERRN, euren Gott, zu fürchten alle Tage, die ihr in
dem Lande lebt, in das ihr zieht .... 5Mose 31,12f
Alle Menschen im Volk Gottes sollen lernen, Gott ernst zu
nehmen. Doch ganz besonders sollen Kinder lernen, Gott ernst zu
nehmen. Das heißt doch: Als Gläubige brauchen wir ständig
die Erinnerung daran, dass wir Gott ernst nehmen sollen. Wir stehen
stets in der Gefahr, gleichgültig zu werden gegenüber Gott
und seinem Wort. Niemand kann sagen „Ich habe das jetzt ein für
allemal gelernt.“ Wer Gott wirklich ernst nimmt, der hat das
gelernt und soll gleichzeitig in dieser Schule bleiben. Mit dieser
Grundhaltung wird ein Mensch nicht geboren. So wie wir lernen
mussten, Eltern, Lehrern, Autoritätspersonen mit Respekt zu
begegnen, so müssen wir lernen, Gott ernst zu nehmen.
3.
Menschen, die gelernt haben, Gott ernst zu nehmen:
In der Bibel wird uns von einigen Menschen berichtet, die gelernt haben,
Gott ernst zu nehmen. An ihrem Leben und Tun wird deutlich, was es
bedeuten kann, Gott ernst zu nehmen. Durch einen Engel sprach Gott zu
Abraham, als er seinen
Sohn Isaak opfern wollte: Lege deine Hand
nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass
du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht
verschont um meinetwillen. 1.Mose 22,12
Von den Hebammen in
Ägypten heißt es: Aber die Hebammen
fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Ägypten
ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben.
2.Mose 1,17 Nehemia
berichtet: Denn die früheren Statthalter,
die vor mir gewesen waren, hatten das Volk belastet und hatten für
Brot und Wein täglich vierzig Silberstücke von ihnen
genommen; auch ihre Leute waren gewalttätig mit dem Volk
umgegangen. Ich aber tat nicht so um der Furcht Gottes willen.
Neh 5,15
Paulus schreibt: Weil wir nun wissen, dass der Herr
zu fürchten ist, suchen wir Menschen zu gewinnen; aber vor Gott
sind wir offenbar. 2.Kor 5,11 Von Jesus
Christus heißt es: Und
er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit
lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod
erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in
Ehren hielt. So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was
er litt, Gehorsam gelernt. Hebr 5,7-8
Weil Jesus seinen Vater im Himmel ernst nahm, gibt es Hoffnung für
uns und für alle Menschen. Immer wieder wird deutlich: Wer Gott
ernst nimmt, macht das aus einer tiefen Überzeugung. Wer Gott
ernst nimmt, ist gefordert, sich selbst zu überwinden.
Die umfassende Weisung trachte täglich nach der Furcht des HERRN; (Spr 23,17) bezeichnet damit die Haltung allen biblischen Glaubens vor Gott. Man kann Gottesfurcht daher als ein tägliches Ernstnehmen Gottes umschreiben, dem auch ausdrücklich Gottes Segen verheißen ist: Ps 34,8+10.