Auch in der vergangenen Woche wurden Menschen in unserem Land ermordet,
vergewaltigt, missbraucht, beraubt, terrorisiert... Täglich
erreichen uns schlechte Nachrichten. Was Menschen anderen Menschen
antun erschüttert und schockiert uns manchmal. „Das
Landgericht Kassel hat eine 33-jährige Mutter wegen des Mordes
an ihrem Neugeborenen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.“
„Ein barbarisches Verbrechen
erschüttert den US-Bundesstaat Pennsylvania: Sechs Personen
haben eine behinderte Frau verprügelt, gezwungen, ihren eigenen
Urin zu trinken - und dann ermordet.“ (Spiegel
online) Wird der Teufelskreis aus Hass und Gewalt im Nahen Osten jemals durchbrochen werden? Wir
können uns an Vieles gewöhnen. Doch es gibt immer wieder
Ereignisse, die uns bestürzt fragen lassen „Wie ist so
etwas bloß möglich? Wie können Menschen nur so
grausam und böse zu anderen Menschen sein?“
Auf diese
Fragen gibt es unterschiedliche Erklärungsversuche. Gottes Wort
erklärt das Wesen des Menschen so: Alles,
was aus ihrem Herzen kommt, ihr ganzes Denken und Planen, ist nun
einmal böse von Jugend auf. 1 Mo 8,21
Menschen tun Böses, weil sie böse sind! Jesus Christus sagt
Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute
Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel
Gutes geben denen, die ihn bitten! Matth 7,11
Die Bibel schließt alle Menschen in das Urteil mit ein: sie
sind böse. Was meint Jesus, wenn er sagt, dass Menschen böse
sind? Was ist mit Bösem gemeint? Böse ist alles, was die
guten Ordnungen und Pläne Gottes stört. Böse ist
alles, was Vertrauen und gesunde Gemeinschaft zwischen Gott und
zwischen Menschen stört, trübt und zerstört. Bosheit
beginnt im Denken. Jesus sagt Denn aus dem
Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl,
falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den
Menschen unrein machen. Matth 15,19f Wenn wir
also über die Bosheit und Grausamkeit von Menschen erschrecken,
warum erschrecken wir nicht auch über uns selbst? Wenn wir die
Bibel ernst nehmen und ehrlich sind, dann müssen wir uns
eingestehen: Jeder Mensch ist fähig zu abgrundtiefer Grausamkeit
und schrecklicher Bosheit! Auch ich. Auch du. Vgl. Röm
3,9-18 In Psalm 34 finden wir einen wichtigen
Hinweis, warum Menschen böse sind und wie sie Bosheit überwinden
und meiden.
1. Menschen sind böse, weil sie Gott nicht ernst nehmen.12-17
Eine Mutter aus Reinfeld erzählte, dass sie
eine Woche lang durch ihre Anwesenheit in der Klasse ihrer Tochter
für Schutz der schwächeren Schüler gesorgt hat. Der
Lehrer kam regelmäßig zu spät und einige Schüler
nutzten das aus, um schwächere Schüler zu ärgern. Ihre
Gegenwart am Anfang der Stunde hielt Schüler davon ab, Böses
zu tun. Die Gegenwart von Autoritätspersonen hält Menschen
davon ab, Böses zu tun, weil sie Angst vor Strafe haben. Ps
36,1-5 Wenn Menschen sich ihrem Gott und Schöpfer nicht
verantwortlich wissen, dann bleibt ihnen nur das Leben im
Machtbereich des Bösen! Darum ermutigt uns Gottes Wort Lass
dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das
Böse mit Gutem. Röm 12,21
In Ps 34,12 werden junge Menschen ermutigt,
Gottesfurcht zu lernen. Sie sollen lernen, Gott ernst zu nehmen:
Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht
des HERRN lehren. Wer möchte gern gut leben und schöne Tage
sehen? Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass
sie nicht Trug reden. Lass ab vom Bösen und tu Gutes; suche
Frieden und jage ihm nach! Ps 34,12-15 Wir werden ermutigt, Gott
ernst zu nehmen, weil Gott uns für unser Denken und Tun zur
Verantwortung zieht: Und da ihr den als Vater anruft, der ohne
Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt
euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht;
1.Petr 1,17 Wer Gott ernst nimmt, meidet das Böse in jeder
Gestalt. Ehrfurcht vor Gott zeigt sich in der Ehrfurcht und dem
Respekt vor dem Mitmenschen, dem Leben anderer. Wenn du Gott
ernst nimmst, dann wirst du Gottes gute Lebensordnungen ernst nehmen.
Wo Menschen aber Gott nicht ernst nehmen, da verlieren sie auch die
Achtung vor der Würde und dem Leben anderer: Abraham sprach:
Ich dachte, gewiss ist keine Gottesfurcht an diesem Orte, und sie
werden mich um meiner Frau willen umbringen. 1.Mo 20,11
2. Menschen sind verloren, weil sie Gott nicht ernst nehmen.17
Das
Angesicht des HERRN steht wider alle, die Böses tun, dass er
ihren Namen ausrotte von der Erde. Gott kann
keine Gemeinschaft haben mit Menschen, die Böses denken und tun,
die ihn nicht ernst nehmen, und die sich über seine Ordnungen
hinwegsetzen. Als Lot seine Schwiegersöhne vor dem nahen Gericht
Gottes über Sodom und Gomorrha warnen wollte, heißt es
Aber seine Schwiegersöhne meinten, er
mache nur Spaß. 1 Mo 19,14 Darum steht
im NT Auch die Städte Sodom und Gomorrha
hat Gott verurteilt und sie in Schutt und Asche sinken lassen. Er hat
an diesem Beispiel gezeigt, wie es allen ergehen wird, die Gott nicht
ernst nehmen. 2.Petr 2,6
Billy
Graham sagt: 'Ich kenne viele Leute, die an
dem Gedanken „Gott zu fürchten“, Anstoß
nehmen. „Furcht“ ist keine lähmende Angst, sondern
ein gesunder Respekt, eben Ehr-Furcht. Die ganze Bibel spricht von
der Furcht des Herrn. Wenn wir an diesen Stellen „eine tiefe
Ehrfurcht haben“ einsetzen, dann kommen wir dem Verständnis
der eigentlichen Bedeutung des Wortes schon nah. Das Problem besteht
nicht darin, dass die Hölle existiert, denn sie muss existieren,
wenn Gott heilig ist und wir zwischen der biblischen Bedeutung von
Gut und Böse unterscheiden. Das Problem besteht darin, dass die
Menschen nicht verstehen, wie böse die Sünde in den Augen
des absolut heiligen Gottes ist. ... Sünde bedeutet ewige
Trennung von Gott und kann nur durch das absolut höchste Opfer
vergeben werden, nämlich durch den Tod des Sohnes Gottes am
Kreuz.' Hast du eine tiefe Ehrfurcht vor
Gott?
Paulus
sagt in diesem Zusammenhang Weil wir nun
wissen, dass der Herr zu fürchten ist, darum suchen wir Menschen
zu gewinnen. 2.Kor 5,11
Ehrfurcht vor Gott ist eine starke
Motivation! Die ewige Verdammnis in der Hölle ist eine sehr
ernste Realität für Jesus: Und
fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die
Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr
vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. Matth
10,28 Menschen gehen verloren, weil sie Gott und sein Wort nicht
ernst nehmen.
3. Jesus
starb für böse Menschen, damit sie Gott ernst nehmen.16+18+23
Die
Augen des HERRN merken auf die Gerechten
und seine Ohren auf ihr Schreien. Wie aber
wird ein Mensch gerecht vor Gott? Paulus sagt Da
wir nun gerecht geworden
sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn
Jesus Christus; Röm 5,1 Und wiederum
schreibt Paulus
Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für
uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit
würden, die vor Gott gilt. 2.Kor
5,21 Die ganze Wucht des Bösen, zu dem wir Menschen fähig
sind, zeigt sich am deutlichsten am Leiden Jesu Christi. Um unserer
Schuld und Bosheit willen wurde Jesus gekreuzigt. Unsere Bosheit
brachte ihn ans Kreuz. Deine Bosheit ist für Gott so
schwerwiegend, dass Er seinen Sohn ans Kreuz nageln ließ. Wir
sollten nicht nur über die Bosheit und Grausamkeit anderer
erschrecken. Wir sollten über unsere eigene Bosheit und Schuld
erschrecken. Das ist die frohe Botschaft: Jesus starb für unsere
Schuld und Bosheit. Dieses Opfer hat Gott angenommen. Die
Auferstehung Jesu von den Toten ist der Beweis: Jesus hat den Bösen
in seiner ganzen Macht besiegt! Mit seinem Sieg über die ganze
Macht des Bösen hat die Herrschaft Gottes in dieser Welt
begonnen.
Kol
2,12-15 Das Böse ist eine Macht, von der
wir erlöst werden müssen. Allein Jesus hat die Macht dazu.
Er ist der Erlöser, der uns befreit von der Macht des Bösen.
Darum sagt Petrus staunend Wahrhaftig, jetzt
begreife ich, dass Gott keine Unterschiede macht! Er liebt alle
Menschen, ganz gleich, zu welchem Volk sie gehören, wenn sie ihn
nur ernst nehmen und tun, was vor ihm recht ist.
Apg 10,34 &bdquoDie
umfassende Weisung trachte täglich nach der Furcht des HERRN;
(Spr 23,17) bezeichnet damit die Haltung allen biblischen Glaubens
vor Gott. Man kann Gottesfurcht daher als ein tägliches
Ernstnehmen Gottes umschreiben, dem auch ausdrücklich Gottes
Segen verheißen ist: Ps
34,8+10“
(T. Schirrmacher)
Gott ernst nehmen und tun, was vor ihm recht ist,
dazu gehört